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<title>Marlens Dotbook</title>
<link>http://www.mydotbook.com/marlen</link>
<description>Reisetagebuch</description>
<lastBuildDate>Mon, 20 Sep 2010 18:54:49 CEST</lastBuildDate>
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<title>Nachtrag Kiluan (Dolphin) Island</title>

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<title>Essen hinter geschlossenen Gardinen... (Jakarta)</title>

<link>http://www.mydotbook.com/marlen/index.php?task=comshow&amp;catid=19&amp;contid=53</link>
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	Puenktlich zu Beginn des Ramadans sind wir nun wieder im muslimischen Jakarta angekommen. Wir haben unsere alte Hostel-Gegend kaum wieder erkannt, da ploetzlich die ganzen kleinen Essstaende weg waren und auch die Haelfte der Cafes geschlossen hat. Hatten schon kurz Sorge um unser Fruehstueck (da wir uns nicht an die Ramadan-Essenszeiten vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang halten), aber beim genaueren Hinsehen, gabs dann in einigen Hotels / Restaurants doch was (und sogar Bier!!) - wenn auch hinter zugezogenen Vorhaengen (wo zum Teil auch die Moslems sitzten und sich nicht an ihr Fasten halten!)

Den letzten Tag haben wir hier noch einmal die krassen Gegensaetze des Landes innerhalb nur weniger Kilometer zu sehen bekommen. Sind nach Kota zum alten Hafen gefahren und mussten dort durch einen richtigen Slum durch: winzigste, dunkle Gassen, Leben auf engstem Raum, die allerschlimmsten Gerueche, viele, viele Kinder und trotzdem schienen die Menschen irgendwie gluecklich! Alle haben uns angelaechelt und uns den Weg gezeigt, die Kinder haben uns immer &quot;Mister, Mister! Take a photo!&quot; hinterhergerufen und wir wurden nur von 2 Kindern einmal angebettelt! Irgendwie gibts dort auch eigene Strukturen mit klitzekleinen Verkaufsstaenden und sogar einem dunklen Raum, wo die Jugend an Computern gezockt hat!
Tja, und den Abend haben wir dann mit Risa, einer der Indonesierinnen, mit der wir anfangs auf Sumatra waren, ausklingen lassen: In einem Restaurant in der edelsten Mall (wo vielleicht in ANSAETZEN das Quartier 206 in der Friedrichstrasse mithalten kann) und abschliessendem Kaffee im Grand Hyatt mit Blick auf das hellerleuchtete Jakarta... Ist schon krass dieser Gegensatz...
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<title>Bali - Suedostasien kompakt</title>

<link>http://www.mydotbook.com/marlen/index.php?task=comshow&amp;catid=19&amp;contid=52</link>
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	Bali - der Traum vieler Frisch-Verheirateter entpuppt sich als Inselchen mit den wohl besten Marketing-Kampagnen der Welt, anders ist die weltweite Faszination wohl nicht zu erklaeren! 
Verkehr und Dreck machen Urlaub zum Genuss! Die angeblich weissen Straende sind meist von einem bezauberndem Schwarz (Vulkanasche) oder manchmal auch so schoen bunt von liebevoll arrangiertem Abfall! Die atemberaubendem Tempel muss man nicht morgens um 6 besuchen, sondern man erfasst ihre erstaunlichen Dimensionen zu jeder Tagesweit im Vorbeigehen.
Nein, nein - es ist schon toll! Bloss wir verwoehnten Reisegoeren sind nunmehr nur noch schwer zu begeistern. 
Zwischen all den Segnungen, Opfergaben und balinesischen Tanzveranstaltungen wagten wir uns mit dem Moped zu den angesagtesten Plaetzen: Wir bestaunten Affen, Grotten und Reisfelder bei Ubud, waren shoppen an Balis Ballermann (Kuta, aber wahrscheinlich 10x groesser!) und erforschten Straende an der Suedspitze, hatten aber leider die Surfbretter nicht dabei...
Wirklich bereichernd war die Familie unseres Hostels. Die waren so goldig und liebevoll, dass man die etwas negative Erfahrung mit der indonesishcen Polizei 10x aufwiegen konnte. Ja ich glaube, wir haben irgendwas zwischen Bestechungsgeld (kein internationaler Fuehrerschein) und / oder Strafe fuer ein nicht begangenes Verbrechen (Verkehrsdelikt) bezahlt und die armen Polizisten mit ihren Familie einen Monat vor dem sicheren Hungertod bewahrt. Bevor wir das Land aber noch nicht verlassen haben, moechte ich hier nicht zu sehr ins Detail gehen.
Alles in allem bietet die Insel sicher fuer jeden etwas und der erfahrene Low-Budget-Traveller findet noch immer seine Futter- und Schlafplaetze abseits der Luxusresorts und Restaurants und goennt sich - wir geben es zu - auch schon mal ein Liegestuehlplaetzchen mit Schirmchen am Strand.
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<title>Das 6-Tage-Pennen (Lembongan Island)</title>

<link>http://www.mydotbook.com/marlen/index.php?task=comshow&amp;catid=19&amp;contid=51</link>
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	Bootsmann oh Bootsmann nimm uns mit auf eine ruhige Insel. Mit dem Frachtschiff der Lokals gings nach Nusa Lembogan. Von dem Geruempel auf dem Kutter mal abgesehen kein Bewohner weit und breit, nur erschoepft wirkende Langnasen mit Rucksaecken und/oder Surfbrettern. Wir goennen uns diesmal eine &quot;Huette&quot; aus Stein mit Suesswasserbecken und &quot;alle viere von sich strecken&quot;-Stuehlen und fallen in eine sechstaegige Lethargie. Da stoert auch nicht der gelegentliche Geruch des zu trocknenden Seaweeds und das fast aufkommende schlechte Gewissen beim Anblick der sich abrackernden Seaweedfarmer im Abendrot. Schlussendlich schaffen wir es dann doch noch uns aufzuraffen und eine Schnorcheltour vom allerfeinsten hinter uns zu bringen und die &quot;versteckten&quot; Traumstraende per Fuss zu entdecken! Mit noch Todesangst in den Knochen vom Schwimmen in meterhohen Wellen setzen wir wieder zum Trubel nach Bali ueber und geben ihm eine zweite Chance.
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<title>Stell dir vor, du bist auf Bali und ALLE sind hier!! (Sued-Bali)</title>

<link>http://www.mydotbook.com/marlen/index.php?task=comshow&amp;catid=19&amp;contid=50</link>
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	Wir nehmen ganz schnell wieder zurueck, dass auf Bali kaum Touristen sind und wissen den menschenleeren, authentischen und superfreundlichen Norden gleich NOCH mehr zu schaetzen!!!
Vor gut einer Woche sind wir in den Suedosten nach Sanur gefahren. Und obwohl es heisst, dass dieses kleine Staedtchen die ruhige und idyllische Variante von Kuta (= Ballermann) ist, finden wir's echt ueberlaufen. Ein Restaurant neben dem andern, dazwischen ne Menge Tourinap zu kaufen und ueberall Franzosen!!! Wo kommen die alle her? Dachte, die bleiben am liebsten bei sich... ;-)
Um dem ganzen Trubel zu entgehen, sind wir deshalb gleich auf die naechste Insel, Lembongan Island, geflohen...
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<title>Stell dir vor, du bist auf Bali und keiner ist da... (Nordwest-Bali)</title>

<link>http://www.mydotbook.com/marlen/index.php?task=comshow&amp;catid=19&amp;contid=49</link>
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	Nach unseren naechtlichen Touren zum und auf den Vulkan, sassen wir nun wieder einmal mehr als 9h im Bus, auf der Faehre und auf dem Taxi-Moped, um nach Bali zu kommen. Eigentlich wollten wir gleich runter in den Sueden, wo die tollen Straende sein sollen, haben es aber vor lauter Erschoepfung nur bis nach Gilimanuk, dem ersten Ort hinter der Faehre geschafft und dort das einzige (!) Hotel aufgesucht.
Obwohl laut Lonely Planet hier Reisende max. eine Nacht auf der Durchreise bleiben (es gibt dort naemlich NICHTS - nur ein paar einzelne Haeuser entlang der einzigen Strasse), haben wir uns zum Bleiben entschieden, weil nicht nur das Hotel - in dem wir die EINZIGEN Gaeste waren - sehr gut und echt billig und die Angestellten super nett waren, sondern weil man von hier aus ueberraschend viel unternehmen konnte: So haben wir uns fuer 2 Tage ein Moped ausgeliehen und sind ueber winzige Nebenstrassen durch superschoene Doerfer gefahren, wo uns die Menschen ueberall hinterhergewunken haben. Wir sind durch Kaffee-, Kakao-, Bananen- und Kokosplantagen gefahren, wo zum Teil wunderschoene kleine Haeuser standen und dann ploetzlich eine riesige, total schoene katholische Kirche, die vom Aeusseren einiges von einem buddhistischen Tempel hatte. :-) Ansonsten ging es dann wieder vorbei an ewigen Reisfeldern und am Strassenrand waren immer wieder Kuehe, Ziegen, Huehner, Hunde und Katzen zu sehen und waehrend man sich zu Hause vor Wildschweinen am Rand in Acht nehmen muss, sind es hier ganze Affenhorden!

Den naechsten Tag waren wir schnorcheln und wir haben wieder jede Menge Fische in allen Farben und Formen gesehen! Nemo war auch dabei! Das war echt super schoen!!! Wir sind dazu auf eine kleine Insel (Pulau Menjangan) innerhalb des Nationalparks gefahren - das soll DIE beste Tauch- und Schnorchelgegend Balis sein, sodass wir jetzt wahrscheinlich nur noch enttaeuscht werden...

Am letzten Tag sind wir auf eine kleine Trekkingtour durch den Nationalpark gegangen. Es ging mal wieder 6 Uhr morgens los (Steffen gewoehnt sich langsam dran ;-) ), denn das ist einfach die beste Zeit, um Tiere zu beobachten. Die grossen Tiere haben sich zwar an dem Tag verkrochen, aber unser Fuehrer hatte echt super gute Augen und Ohren, sodass er uns jede Menge Tierspuren, Voegel, eine Schlange weit oben auf einem Baum und vieles mehr zeigen und erklaeren konnte. Nach drei Stunden durch Regenwald und Mangroven bei schon wieder ziemlich heiss-feuchter Luft, waren wir ziemlich knuelle, sodass wir uns auf Dusche und Fruehstueck freuten, bevor es dann auf zur naechsten Busfahrt in den Sueden ging. Von dort dann das naechste Mal mehr...
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<title>Bromo ist fuer alle da!</title>

<link>http://www.mydotbook.com/marlen/index.php?task=comshow&amp;catid=19&amp;contid=48</link>
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	Java Java Bromo Bromo was fuer eine Reise wieder mal! Dieses mal mit Tourigruppe, aber nicht dass ihr denkt, wir koennen es nicht mehr auf eigene Faust. Nein das Kombiangebot (Yagya - Bromo - Bali) war einfach guenstig und waere mit den oeffentlichen nicht viel billiger, nur noch zeitintensiver gewesen. Nichts desto trotz hat die Fahrt mir mal wieder kraeftig zugesetzt, so dass ich so manches mal gedacht habe, ich werde zu alt fuer sowas, egal ob mit Touri Minibus oder Lokalliner: 10 Stunden bleiben 10 Stunden. Und 10 Stunden ueber die Strassen Javas ist vergleichbar mit 10Stunden um sieben Uhr Morgens die Frankfurter Allee (Einspurig und ohne Russpartikelfilter) langzufahren. Eine einzige Autoschlange quaelt sich rund um die Uhr ueber die Insel. Die Abgase werden dabei gelegentlich von Reisstrohfeuer uebertuencht. Wo eine Stadt aufhoert und die Naechste anfaengt ist nicht auszumachen. Mit Atemnot und Platzangst sassen wir also in dem kleinen Vehikel und freuten uns riesig als die Umrisse des Bromos am Horizont erschienen. Leider nahm die Fahrt aber kein Ende und ich dachte unser Fahrer kennt den Weg nicht und hat uns erstmal noch drei Runden um das Bergmassiv kutschiert, denn aus den geplanten 8 Stunden wurden dann mal eben 12. 
Nur Marlen schien das diesmal kaum zu stoeren, sie hat ungelogen mit ihrer Sitznachbarin (Schweizer Lehrerin) 10 Stunden durchgequatscht. Alle Achtung, es haetten ja auch 12 sein koennen ;-) ... aber auch das weibliche Geschlecht muss sich hier den Luft- und Atmungsverhaeltnissen anpassen.
In dem Bromo-nahen Staedtchen Probolingo mussten wir auch umsteigen und uns mit anderen Touris in den naechsten Bus quetschen, der uns dann den Berg hinauf schleppte.
Mitlerweile Nachts um halb elf hatten wir dann unser Hostel erreicht, welches sich aber eher als ueberfuellte Berghuette entpuppte. Die Laune aller beteilgten war wie die Temperatur hier oben auf dem Tiefpunkt. Gefuehlte zwei Stunden spaeter hatten wir aber dann doch irgendwie eine Matratze fuer uns allein unter dem Hintern. Zum Abendbrod gabs Kekse und Wasser.
Nach drei Stunden Schlaf mussten wir dann auch schon wieder raus, da Marlen die Jeeptour gechartert hatte, die uns zu einem entfernten hoehergelegenen View Point mit Blick ueber die Vulkanlandschaft bringen sollte. (auch unsere Mitreisenden) Ich war zwar fuer die &quot;do it alone&quot; Laufvarriante zum Bromovulkan, aber Marlen hatte Angst wir verlaufen uns dort im Dunkeln.
Nun ja, wenn man sich am naechsten &quot;Morgen&quot; 3:45 Uhr, haette verlaufen sollen, dann weil man schon Schlafwandelt oder voellig betrunken ist, denn nicht nur 250 Jeeps auch hunderte andere zu 80% einheimische Touris machten sich auf den so gefaehrlichen Weg ;-)
Bei der mich breitschlagenden Jeepidee habe ich mehr an so ner Art romantische Safari Tour gedacht, aber das hier war dann voll das Gegenteil. Jeep-Stau auf dem Vulkan und es roch so gut wie unten auf den Strassen Javas!!! Das eigentliche Highlight war dann das stehen mit tausenden Anderen auf dem View Point ... bloed nur, dass wir in den Wolken standen und wir so viel gesehen haben als wenn wir uns hinter den Auspuff eines Busses gesetzt haetten. Wie man sich vorstellen kann, quoll die Begeisterung nach den strapazen vom Vortag und den drei Stunden Schlaf vollends ueber und alle flippten aus vor Freude. 
Wann kann man schon mal bei gefuehlten 0 Grad in Shorts mit tausend anderen um 5 Uhr Morgens in 3000 Metern in einer Regenwolke stehen, das muss man wirklich mal erlebt haben!
Damit wir uns auch keine Erkaeltung holten, gings dann hurtig weiter zum noch immer aktiven Bromo. Der lag zum Glueck so kurz unter der Wolkendecke, dass es aussah, er wuerde sie mit seiner nach Schwefel stinkender Rauchsaeule selber entsstehen lassen und irgendwie war es dann doch ein imposanter und malerischer Anblick, der zwar nicht fuer alles, aber fuer vieles Entschaedigte.
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<title>Indonesier und die Umwelt</title>

<link>http://www.mydotbook.com/marlen/index.php?task=comshow&amp;catid=19&amp;contid=47</link>
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	Heute muss ich mir ja mal Luft machen und zwar ueber das Umweltbewusstsein der Indonesier, also das nicht vorhandene Umweltbewusstsein! Dass Jakarta ein echtes Verkehrsproblem hat und die Rush-hour quasi den ganzen Tag ueber anhaelt und es dadurch dauerhaft laut und stinkig ist, haben wir ja noch unter der Hauptstadt-Besonderheit abgebucht. Aber verkehrstechnisch sieht es in ganz Java so aus. Die ganze Insel ist ein einziger Stau! Noch dazu kommt aber noch, dass sie die Motoren immer laufen lassen, bei jeder Pause, an jedem grossen Busbahnhof und die Kroenung war, dass unser Bus - und alle anderen Fahrzeuge auch - die Motoren sogar bei der 2stuendigen Faehrfahrt nach Sumatra haben laufen lassen!!! Ihr koennt euch also ungefaehr vorstellen, wie es auf dem geschlossenen Autodeck gerochen hat - da muss man aufpassen, dass man von seinem kleinen Nickerchen im Bus wieder aufwacht...

Und was den Muell betrifft - Katastrophe! Alles wird einfach fallen gelassen oder aus dem Zug geschmissen, auch wenn draussen die schoenste Natur ist. Die meisten Fluesse hier sind eine dunkelbraune Suppe, auf denen - in Staedten - Massen von Muell schwimmen. (Und daneben wird Essen an Staenden verkauft!) Manchmal sieht man Muellsortierer, die bis zur Huefte in dem Wasser stehen und den Muell scheinbar trennen. Aber ich glaube, sie suchen nur nach noch Brauchbarem und der Rest schwimmt weiter - oder wird verbrannt.
Wenn man hier durch kleine Orte fahert, brennt es fast an jeder Ecke. Staendig wird Muell, Kokoschalen, Blaetter... verbrannt und es stinkt.

Und als wir zum Vulkan Pananjakan hinauf sind, dachte ich auch, mich trifft der Schlag. Da faehrt man in einen Nationalpark, steht nachts um 3 auf, um den Sonnenaufgang zu sehen, ist schon geschockt von den Touristenmassen, erwartet trotzdem noch einen ruhigen, besinnlichen Morgen in der Natur - aber nix da! Ueber 250 Jeeps touren laut und vor allem nach Benzin stinkend auf den Berg! (Selbst IM Auto war's so schlimm, dass man es selbst mit Tuch vorm Mund kaum ausgehalten hat!) Aber das ist noch nicht alles. Wenn man aussteigt, um die letzten paar hundert Meter zu Fuss hochzugehen, warten 100e knatternde Mopeds, die einen dieses letzte Stueck auch noch fahren wollen. 

Also ich muss sagen, ich bin echt geschockt und frage mich, warum ich meinen Schuelern was von CO2-Sparen und Umweltschutz erzaehle, wenn es hier ueber 200 Millionen Indonesier gibt, die davon wohl noch nie was gehoert haben! Dabei sind es doch sie und ihre Bewohner auf den 17.500 Inseln, die als erstes absaufen, wenn der Meeresspiegel steigt!!! Denen zu Liebe trenne ich vielleicht doch weiterhin mein Kaugummipapier, wenn ich wieder zu Hause bin...
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